Herzinsuffizienz – Warum kardiologische Nachsorge den Unterschied macht

Ein aktuelles Editorial im European Heart Journal bringt es auf den Punkt: Für Herzschwäche/Herzinsuffizienz (HF) gibt es hochwirksame, wissenschaftlich gut belegte Therapien – doch sie werden in der Praxis noch zu selten und zu spät eingesetzt. Das Ergebnis: Viele Patientinnen und Patienten profitieren nicht in dem Maß, das möglich wäre. Entscheidend ist daher die Umsetzung im Alltag, insbesondere eine fachkardiologische Nachsorge mit klaren Behandlungszielen.
Herzinsuffizienz: Regelmäßige Kontrollen lohnen sich

Eine aktuelle, landesweite Analyse aus Frankreich mit ca. 656.000 Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz hat untersucht, wie sich kardiologische Nachsorge auf den Verlauf auswirkt. Das Ein-Jahres-Sterberisiko lag insgesamt bei 15,9 %, variierte aber je nach Krankheitsschwere deutlich: von 8,0 % in der niedrigsten bis 25,0 % in der höchsten Risikogruppe. Erstaunlich: Rund 40 % der Herzinsuffizienz-Betroffenen hatten innerhalb eines Jahres keinen Termin beim Kardiologen.
Brauche ich wirklich sofort einen Stent?

Brustenge („Angina pectoris“) entsteht meist durch Engstellen in den Herzkranzgefäßen – die sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK). Diese Verengungen reduzieren die Durchblutung des Herzmuskels, besonders bei Belastung. Wichtig zu wissen: Nicht jede Engstelle ist automatisch gefährlich, und nicht jede muss sofort mit einem Stent behandelt werden. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und gleichzeitig das Risiko für Herzinfarkt und andere Komplikationen zu senken – mit der passenden Therapie für Ihre Situation.